Eine retrospektive Analyse von 12.036 Polysomnographien (September 2017–August 2023) an einem brasilianischen Schlafzentrum zeigte, dass zwei Drittel aller OSA-Patienten eine positionsabhängige Schlafapnoe (POSA) aufweisen. 66,3 % der Patienten (61,6 % Männer, Alter 47,9 ± 13,5 Jahre, BMI 29,9 ± 4,9 kg/m²) erfüllten nach Cartwright-Kriterium die POSA-Definition (AHI im Liegen auf dem Rücken ≥ doppelt so hoch wie in Nicht-Rückenlage), 27,8 % zeigten eine ausschließlich rückenlagenbezogene Form (e-POSA). Im Vergleich zu Nicht-POSA-Patienten waren POSA-Patienten signifikant jünger (47,6 vs. 48,3 Jahre) und hatten einen niedrigeren BMI (29,2 vs. 31,4 kg/m², p < 0,001). POSA-Patienten zeigten ein günstigeres Schlafprofil: niedrigerer AHI in REM- und NREM-Schlaf, weniger Zeit mit Sauerstoffsättigung < 90 %, höhere mittlere Sauerstoffsättigung, weniger Schlaffragmentierung, mehr Tiefschlaf (N3) und REM-Schlaf sowie höhere Schlafeffizienz (alle p < 0,001). Diese Unterschiede blieben nach Adjustierung für den Gesamt-AHI größtenteils bestehen, waren jedoch klein und bei milderer Erkrankung stärker ausgeprägt als bei schwererer OSA. Es fand sich eine asymmetrische Überlappung mit REM-assoziierter OSA: Nur 32 % der POSA-Patienten hatten zugleich eine REM-OSA, während umgekehrt fast 70 % der Patienten mit REM-OSA auch eine POSA aufwiesen.
(Rosa CFA, Chillcce KAS, Cahali MB, Boldt MS, Soares VHD, Rosa OA, Passos PHV, Alves MRS, Minniti EGO, Rodrigues JE, Ribas GRW. Analysis of positional obstructive sleep apnea features in 12,000 patients at a sleep center. Sleep Breath. 2026;30:207)
