Schlafermittlung über eine Smartwatch oder kontaktlose Sensoren am/im Bett- funktioniert es?

Es wurden die Ergebnisse von vier Smartwatches (Fatigue Science Readiband, Fitbit Alta HR, Garmin Fenix 5S, Garmin Vivosmart 3) and drei kontaktlosen Sensoren (Geräusche/Bewegung gemessen vom Nachttisch aus oder durch eine Matrazenunterlage) mit den Daten einer herkömmlichen Polysomnographie verglichen. Die untersuchten 34 Personen waren 28 ± 4 Jahre alt, 22 Frauen, 12 Männer. Die Schlafdauer und die Schlaflatenz stimmten gut mit der Polysomnographie überein. Die Daten zum Tief- und REM-Schlaf zeigten teils deutliche Abweichungen. Tiefschlaf war zu 5-35% zu hoch ermittelt, REM-Schlaf eher unterschätzt, bis zu 30%. Wichtig: diese Daten gelten nur für junge Menschen. Bei älteren Personen sind m.E. wesentlich höhere Abweichungen der Tief- und REM-Schlafdauer zu erwarten. Von der Methodik her sollten für alle Altersgruppen die Schlafdauer und die Schlaflatenz gut zu ermitteln zu sein. Bitte berücksichtigen: entscheidend ist, ob man morgens ausgeschlafen ist oder nicht- also das subjektive Empfinden. (Chinoy ED, Cuellar JA, Huwa KE, Jameson JT, Watson CH, Bessman SC, Hirsch DA, Cooper AD, Drummond SPA, Markwald RR. Performance of seven consumer sleep-tracking devices compared with polysomnography. Sleep. 2021 May 14;44(5):zsaa291. doi: 10.1093/sleep/zsaa291. PMID: 33378539; PMCID: PMC8120339.)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.