Lungenkrebs in Risikogruppen: konventionelles Röntgen oder Computertomographie?

In einer Studie bei insgesamt 53454 Personen, die zwischen 55 und 74 Jahren alt waren und mindestens 30 Pack-Years geraucht hatten (ein Pack-Year: 20 Zigaretten am Tag, ein Jahr lang Rauchen) wurde verglichen, ob Lungenkrebs durch eine Computertomographie besser zu entdecken war als durch konventionelles Röntgen. Alle Untersuchten hatten keine Beschwerden, also u.a. keine Hinweise auf Krebs wie z.B. einen deutlichen Gewichtsverlust. In jährlichen Abständen erfolgten entweder übliche Röntgenbilder oder eine low-Dose-Computertomographie, über einen Zeitraum von 3 Jahren. Durch die Comutertomographie wurden 13% mehr Lungenkrebsfälle erkannt als durch das konventionelle Röntgen. Ca. 95% der entdeckten Lungenherde waren gutartig.

Die Ergebnisse sprechen für den Einsatz der Computertomographie, wober die Daten nur für Risikopatienten gelten (> 30 Pack-Years), und nicht für junge Raucher (Strahlenrisiko durch die Computertomographie!). Auch müssen diese Daten in weiteren Untersuchungen bestätigt werden. Zugleich zeigt die Untersuchung, dass die meisten röntgenologisch sichbaren Herde gutartig sind.

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