Reichen eine ambulante Polygraphie und eine Autotitration zur Einstellung einer CPAP-Therapie?

Sind Messungen im Schlaflabor wirklich notwendig? Mit dieser Frage wurden 373 Patienten untersucht, Apnoe-Hypopnoe-Index bei einer Polygraphie > 15/h, und Tagesschläfrigkeit (Epworth-Skalenwert größer 11 Punkte, und großer “adjustierter Halsumfang”: wahrer Halsumfang, + 3 cm bei Schnarchen, plus 3 cm bei unregelmäßger Nachtatmung, + 4 cm bei arteriellem Hypertonus.

Die Ergebnisse waren bei rein ambulanter Diagnostik und CPAP-Einstellung den Daten der Schlaflabordiagnostik und Therapieeinleitung vergleichbar.

Aber: Lediglich etwa die Hälfte der Patienten kam nach gründlicher Prüfung (erneute Polygraphie) für die Untersuchung in Frage. Und: die Eingangskriterien erfüllten nur Patienten mit hoher “Prätest-Wahrscheinlichkeit” – also Schnarchen/fremdbeobachtete Atmungspausen/Übergewicht (hoher Halsumfang) plus deutliche Tagesschläfrigkeit. Außerdem: ausgeschlossen waren Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis, Herzschwäche, neuromuskulären erkrankungen, Restless-Legs-Syndrom, Ein- und Durchschlafstörungen, und weitere Gründe (s. Veröffentlichung).

Fazit: für die meisten Patienten ist die Diagnostik und /oder Therapieeinleitung im Schlaflabor unumgänglich.

Rosen CL et al. Sleep 2012;35:757-767 

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