Ist statt CPAP ein Nasenventil ausreichend?

Das Grundprinzip der CPAP-Therapie besteht in einer Erhöhung des Luftdruckes im Nasenrachenraum, der dadurch während der gesamten Ein- und Ausatemphase offen gehalten wird und nicht kollabiert.  Dies wird ermöglicht durch die Verabreichung eines ständig positiven Druckes über eine (Nasen- oder Mundnasen-) Maske. Es wurde jetzt geprüft, ob das Einsetzen von Ventilen in die Nasenöffnungen ähnlich wirksam ist (Provent, Ventus Medical, Belmont, Ca, USA). Die Ventile lassen beim Einatmen Luft durch, öffnen aber erst bei einem erhöhten Ausatemdruck. Es zeigte sch bei 34 untersuchten Personen, daß der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) von 24,5/h auf 13,5/h abnahm. Bei 10 von 34 Personen lag der AHI auch nach 30 Tagen Nutzung noch unter 10/h. Alle waren vorher nicht mit CPAP behandelt worden. Der Schlaf besserte sich nicht, aber die subjektive Tagesschläfrigkeit nahm ab (Epworth-Wert: von 8,7 auf 6,9).

Das Verfahren scheint bei milder Schlafapnoe eine positive Wirkung zu haben, bei ausgeprägter Schlafapnoe ist jedoch kein ausreichender Effekt zu erzielen.
(Rosenthal L et al. J Clin Sleep Med 2009;5: 532-537)

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